Gastartikel: Regenbogengrün

Ernährungsumstellung leicht gemacht

Heute stelle ich euch eine junge Frau vor die sich, mit dem Thema Gesunde Ernährung beschäftigt. Das tolle an ihr : Sie bereitet viele tolle Gerichte selbst zu und wendet ihr Wissen wirklich an!

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen :)

 

Egal ob es ums abnehmen geht, ob wir von Fleisch auf vegetarisch oder vegan umsteigen möchten, oder von einer Ernährungsform auf die andere – wir sollten erst einmal verstehen, dass eine langfristige Änderung nur dann Erfolg haben kann, wenn sie auf positiver gesundheitlicher Basis geschieht. Wir können abnehmen, in dem wir hungern, was aber nicht in unseren Sinn, eher kontraproduktiv, ist. Genau so wie wir bei einer Ernährungsform immer informiert sein müssen, um einen Mangel vorzubeugen.

Daher sollten wir allgemein den Fokus auf das 'gesund' legen.
Gesund bedeutet nicht nur die Abwesenheit von Krankheiten, bzw. deren Symptomen, und eine vollständige funktionstüchtige Körperfunktion, es heißt auch, sich vital und lebendig zu fühlen, glücklich, zufrieden, fröhlich und positiv zu sein.

Viele Menschen machen es sich selbst ziemlich schwer, wenn sie etwas in ihrem Leben ändern wollen. Oft wird mit dem Gedanken herangegangen, dass man sofort alles ändern muss, man sieht nur noch die eine Seite der Medaille, wobei die andere fast schon entscheidend ist.

Meistens lässt der Moment der Anstrengung nicht lange auf sich warten, schnell fragen wir uns sich, warum überhaupt das Ganze, zumal es doch so umbequem und zeitintensiv ist, seine Komfortzone zu verlassen.
Wir müssen uns selbst gut genug kennen, um unsere eigene Herangehensweise herauszufinden und anzuwenden. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere, wird unsere Gewohnheit auf den Kopf gestellt, rebelliert unser Inneres, was zur Auswirkung hat, dass wir irgendwann nachgeben, und letztendlich scheitern. Wir sind in Laufe der Zeit sehr bequem geworden, weil wir nicht mehr ums Überleben kämpfen müssen und man es uns immer leichter machen möchte.
Dazu kommt, dass uns in der heutigen Zeit viel Falsches u.a. durch Werbung vermittelt wird, sodass nicht wenige Menschen ein essgestörtes Verhalten entwickeln. Die Nahrungsaufnahme dient nicht mehr dazu uns ausreichend zu versorgen, Essen wird als Feind betrachtet. Durch chemische Zusätze, die uns abhängig machen, wird meist mehr konsumiert, als eigentlich nötig ist. Oder noch schlimmer, es wird das Falsche konsumiert, schlechte Kohlenhydrate und Fette, die nicht vernünftig nähren. Unser Körper wird nur halbherzig versorgt, und das täglich.
Wir müssen lernen, uns wieder dem vernünftigen Essensstil anzunähern. Essen wenn wir Hunger haben, Lebensmittel auswählen, die uns das geben, was unser Körper wirklich braucht.
Wir müssen bereit sein, unseren Blickwinkel wieder gerade zu richten.



Ernährungsumstellung - Wie geht man am besten vor?

Ich habe 12 Dinge zusammen getragen, die entscheidend sind, seine Ernährung zu ändern:



1. Akzeptiere deine momentan Situation. Auch wenn du den aktuellen Weg nicht weiter gehen willst, akzeptiere, dass es nun mal so ist wie es ist – es ist nicht schlecht oder falsch, nur eben anders. Selbstgeißelung und dir ein schlechtes Gewissen einreden raubt dir nur unnötige Energie, zumal du dich dann nur auf das Negative konzentrierst.

2. Überlege dir, warum du etwas an deiner Ernährung ändern möchtest. Schreibe es am besten auf, wiege das Für und Gegen ab.


3. Erstelle zu dem Warum auch dein Ziel. Was willst du erreichen?

4. Überlege dir, was du alles benötigst. Gerade wenn du Lebensmittel weglassen möchtest (wie etwa Fleisch, Milchprodukte oder Zucker), benötigst du einen Ersatz, um einen Mangel vorzubeugen. Je größer der Mangel, desto schneller landest du wieder bei deiner alten Gewohnheit, bzw. verstärkst du das, was du eigentlich nicht möchtest, versetzt deinen Körper in unnötigen Stress.

5. Daher ist es wichtig und leider auch unausweichlich, dass du dich vorher ausreichend informierst. Leih dir Bücher aus der Bibliothek aus oder kauf dir ein neues. Durchforste Internetseiten, Foren oder Zeitschriften. Je mehr Input du erhältst, desto motivierter bist du auch, ohne es zu übertreiben.
Schaue nach authentischen Erfahrungsberichten.

6. Mache deine Absichten klar und deutlich. Egal ob gegenüber deinen Eltern, Familie, Freunde oder Kollegen – sage stolz, dass du etwas ändern willst, und bitte sie um Unterstützung.
Sei dir bewusst, dass du auch Kritik bekommen kannst. Es geht nicht darum, andere von deinen neuen Weg zu überzeugen (genauso wie es nicht darum geht, dass andere dich abbringen wollen – sie urteilen nur nach dem, was sie selbst erfahren und gehört haben).

7. Tausche dich mit Gleichgesinnten aus, umgebe dich mit Gleichgesinnten. Nichts ist schlimmer, wenn du z.B abnehmen willst, aber all deine Freunde täglich mit 'Leckereien' ankommen. Davon abgesehen, dass wahre Freunde einen unterstützen, wo sie nur können, ist es sehr hilfreich, am gleichen Strang zu ziehen, sich gegenseitig zu inspirieren, motivieren und sich auszutauschen.

8. Dran bleiben, und das jeden Tag! Sich immer wieder sein Ziel vor Augen führen, warum man etwas tut, was der Erfolg einem bringt.
Das Ganze als eine Art Spiel sehen, und sich glücklich dabei fühlen, weil man endlich dabei ist, etwas zu verändern, weil man jeden Tag sein Ziel näher kommt!

9. Rückschläge akzeptieren. Das ist normal und sollte nicht wieder zur Selbstgeißelung führen. Jeden Tag, jede Minute, jede Sekunde hat man die Chance wieder neu anzufangen!

10. Erfolge festhalten. Sie motivieren und unterstützen in anstrengenden Zeiten.

11. Die Gegenwart dennoch genießen. Wenn das Ziel ist, 30kilo abzunehmen, sollte man sich nicht auf Teufel komm raus ins Fitnessstudio zwingen. Weniger ist manchmal mehr, der Körper benötigt Regenerationszeit. Daher einfach mal die Beine baumeln lassen und nichts tun.

12. Positiv denken! Auch wenn andere schon ihr Ziel erreicht haben, der eigene Weg noch so schwer und holperig erscheint – man ist auf dem Weg, und nur das zählt. Man selbst kann das erreichen, was man sich vornimmt.



Wie sieht so eine Veränderung in der Praxis aus, wie direkt anfangen?


Man nimmt sich jeden Punkt von oben vor, Schritt für Schritt.
Bei einer Ernährungsumstellung geht es vor allem um Lebensmittel, nicht um Nahrungsmittel. Lebensmittel schenken dir Leben, damit du richtig vital werden und bleiben kannst, damit alles in deinem Körper optimal miteinander funktionieren kann. Neben bereichernden Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett) sind die Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe) wichtig, u.a. damit Makronährstoffe richtig verwertet werden können!

Bei Nahrungsmitteln geht es in erster Linie darum, dass Makronährstoffe dich nur am Leben halten, egal zu welcher Qualität.

Im Prinzip wissen wir selbst, dass Obst, Gemüse und Salate/Blattgrün gesund sind. Du solltest dich gerade am Anfang nicht verrückt machen, ob nun kommerziell oder Bio, Hauptsache ist, dass du mehr davon in deinem Essensplan integrierst, auch wenn es anfangs nur in erhitzterer Form ist, was manchmal auch für den Körper schonender ist. Gerade wenn wir mehr Rohes essen, müssen wir den Körper an die Umstellung gewöhnen, um Unannehmlichkeiten oder gar Schmerzen zu verhindern. Nach und nach sollte der Rohkostanteil erhöht werden, um die volle Nährstoffladung zu erhalten. Generell gilt, dass man sein Essen nicht tot kochen sollte.

Wer jetzt mit dem Argument kommt, dass gesunde Kost teuer ist, dem sei gesagt, dass Medikamente gegen div. Krankheiten bei schlechter Ernährung noch teurer sind! Ganz zu schweigen von der Verschwendung der Lebenszeit, wenn du ständig im Wartezimmer deines Arztes herumhängen musst, oder eben eingeschränkt lebst.
Wusstest du schon, dass jährlich in Deutschland rund 60.000 Menschen an Medikamente sterben? Medikamente können nämlich nicht richtig vom Körper zersetzt und ausgeschieden werden. Dazu haben viele noch unschöne Nebenwirkungen. Und je mehr du nimmst, desto belastender wird das für deinen Körper.
Und bedenke stets, dass der behandelnde Arzt immer nur die Symptome behandelt, kaum die Ursache! Von gesunder Ernährung -und was sie alles bewirken kann- hat kaum ein Arzt Ahnung!
Das was aus der Natur kommt, ist die beste Medizin, die es gibt. Wir Menschen besitzen Selbstheilungskräfte, die durch einer gesunden Ernährung unterstützt werden!
Wer sich abwechslungsreich, gesund und vollwertig ernährt, ist und bleibt gesund, sofern er auch darauf achtet, einen gesunden Lebensstil zu halten (wenig Stress, mehr Entspannung und Bewegung). Denn die Psyche hängt sehr eng mit unseren Körper zusammen! (Kennen sicher viele, die bei Prüfungsstress Probleme mit Magen und Darm bekommen, ...)

Wenn du beginnen willst, deine Ernährung umzustellen, ist es hilfreich, sich seine Essgewohnheiten anzuschauen. Ein Esstagebuch ist zwar anfangs anstrengend, aber es macht dir bewusst, wann und wie viel (und vor allem was alles) du zu dir nimmst. Schon daran kann dir klar werden, was nicht so optimal ist.
Du kannst dir anfangs eine Sache herauspicken und durch etwas anderes, gesünderes ersetzen. Wichtig ist auch seinen Körper zu beobachten, wie er regiert. Dir etwas hinunter zu zwingen, nur weil gesagt wird, dass es viele Vitamine besitzt, bringt gar nichts, wenn es einem nicht schmeckt, man sogar dem Brechreiz nahe ist. Es gibt genügend vitale Lebensmittel, man sollte auch immer offen sein, Neues auszuprobieren. Abwechslung ist ausschlaggebend, um langfristig durchzuhalten.
Besonders müssen auch Allergiker aufpassen, da die Lebensmittelwahl eingeschränkt wird. Ich habe bei mir selbst feststellen können, dass die Ernährungsumstellung bewirkt hat, dass ich weniger Allergien habe. Auch die Allergien bzgl. Pollen & Co sind so gut wie weg.
Ich bin mir sicher, dass die chemischen Bestandteile div. Nahrungsmittel dazu beitragen, Allergien auszulösen. Der Körper stößt das weg, was überhaupt nicht als Nahrung gedacht ist – eigentlich einleuchtend.

Wer sich damit anfreunden kann, dass frisch kochen und zubereiten wesentlicher Bestandteil des Lebens sein sollte, der hat schon viel für sich getan. Diese Priorität ist nun mal unausweichlich. Natürlich dürfen Ausnahmen gemacht werden, sofern diese auch Ausnahmen bleiben.

Anfangs ist die Umstellung schwer, zumal du erst wieder deine Geschmacksnerven umtrainieren musst. Mit der Zeit wirst du merken, wie sich nicht nur deine Geschmacksnerven verändern (frische Lebensmittel werden geschmacksintensiver), sondern wie dein ganzer Körper sich verändert. Es fühlt sich so an, als würdest du aus dem Dornröschenschlaf erwachen.

Ich arbeite gerne individuell und eng mit dem anderen verbunden. Ich finde es wichtig, dass wenn jemand etwas ändern möchte, dass er auch die richtige Stärkung erhält. Eine Ernährungsumstellung bedeutet auch gleichzeitig, sein Leben dezent zu verändern – und das im positiven Sinne!

 

Der Link zu Anja´s Seite : Regenbogengrün

Liebe Anja, herzlichen Dank für diesen tollen Beitrag !

Ich finde es super das Du so viel Energie in dieses Thema steckst und Deine eigenen Entdeckungen und Erfahrungen weitergibst !

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